Wasserweihe
Die Vorbereitung Ihrerseits
Bitte stellen Sie für die Wasserweihe folgende Materialien zur Verfügung:
1.) Eine Glasschale oder eine Porzellanschale für das Wasser.
2.) Ein Bündel frischer Basilikum, mit einem Faden oder Alufolie zusammengebunden! (am besten ein Topf mit Basilikum besorgen)
3.) Ein Zettel mit den Namen (nur Lebender), die während der Zeremonie gelesen werden sollen.
Was ist die Wasserweihe?
Wasserweihe ist der schöne Ritus, bei dem das Wasser durch das Herabrufen des Heiligen Geistes während der Lesung des entsprechenden Gebets gesegnet wird.
Dieses gesegnete Wasser bringt vielfältigen Segen für diejenigen, die es im Glauben trinken, damit das Haus besprengen oder sich selbst damit besprengen lassen.
Die „Kleine Wasserweihe“ ist eine Nachbildung der „großen Wasserweihe“ die bei dem Epiphania Fest zelebriert wird, welcher zusammen mit dem Bittgebet auch die Form der „Kleine Wasserweihe“ beeinflusst hat.
Dies wird in den Apostolischen Konstitutionen bezeugt, und die Kleine Wasserweihe wird nicht nur am Monatsanfang durchgeführt, sondern auch bei jeder Krankheit oder Notlage (Pidalion, S. 278)…
⏺️Wann nehmen wir an der kleinen Wasserweihe teil oder führen ihn durch?⏺️
Gläubige Christen, die die Gaben und den Segen kennen, die aus dieser fruchtbaren und bedeutenden Zeremonie des Agiasmos stammen, sorgen dafür, dass sie:
• Am Agiasmos, der am Monatsanfang in ihrer Pfarrkirche gefeiert wird, teilnehmen, das gesegnete Wasser empfangen und es auch mit nach Hause nehmen.
• In regelmäßigen Abständen den Priester einladen, um den Agiasmos in ihrem eigenen Zuhause durchzuführen lassen damit alle Familienmitglieder und ihr Heim gesegnet werden.
• Den Priester auch in besonderen Notfällen einladen, wenn sie merken, dass in ihrem Leben einiges schief läuft und sie die Abwesenheit Gottes spüren.
Ebenso laden sie ihn ein, wenn sie den Verdacht haben, dass ihnen Magie zugefügt wurde, damit durch die Kraft des gesegneten Wassers und den Ritus Gottes „die widrigen Mächte“ vertrieben werden und der Frieden Gottes und sein Gesetz in ihrem Haus regieren.
Es versteht sich, dass das, was wir erhoffen – zur Behebung der Missstände – nicht auf magische Weise oder automatisch geschieht, nur weil wir den Agiasmos durchgeführt haben, oder ohne eigene Anstrengung.
Wenn unser bisheriges Verhalten nicht die gewünschten Ergebnisse gebracht hat – und „wir alles durcheinandergebracht haben“ – ist eine Veränderung erforderlich, ein Wechsel unseres Lebensstils.
Sobald wir uns für diese Veränderung entscheiden und beginnen, nach Gottes Willen zu leben, wird der Teufel und seine Dämonen keinen Einfluss mehr auf unser Zuhause haben, und Christus und seine Engel werden unser Leben regieren.
Wenn wir vor oder nach dem Agiasmos zu Magiern oder Hellsehern laufen, wenn wir die Gebote des Evangeliums systematisch vernachlässigen und nicht mindestens dreimal im Jahr beichten, um teilzunehmen, an der heiligen Kommunion,
wie sollen wir dann unsere Probleme lösen?
‼️Magie wie gesagt, wird niemals die Lösung sein!‼️
⏺️Wie verwenden wir den Agiasmos?
Nach der Zeremonie können wir das übriggebliebene gesegnete Wasser entweder aufbewahren oder es in Blumentöpfe gießen oder an einen Ort geben, der nicht verschmutzt wird, aber niemals in den Abfluss oder die Kanalisation.
Das gesegnete Wasser, das wir aufbewahren, können wir jeden Morgen nach dem Antidoron (wenn wir welches haben) schluckweise trinken.
„Trinkt gesegnetes Wasser, so oft wie möglich, es ist die beste und wirksamste Medizin. Ich sage das nicht als Priester, sondern als Arzt aus meiner medizinischen Erfahrung“
(Heiliger Lukas Erzbischof von Krim Arzt und Chirurg).
Wir können etwas davon in unser Essen geben, unseren Tieren, den Gemüsegärten oder Obstbäumen, usw.
Als ein Hirte in Euböa (Griechenland ) bemerkte, dass seine Herde von einer Krankheit befallen war, schickte er seinen Sohn nicht zum Tierarzt, sondern zum Priester, um gesegnetes Wasser zu holen, mit dem er seine Schafe besprengte und das Problem löste.
In einigen Dörfern Zyperns bringen die Bauern am Vorabend der Epiphanie und anderswo am 1. September all ihre Samen in die Kirche, die sie für die Aussaat verwenden wollen, um sie mit Agiasmos segnen zu lassen.
Wenn jemand sich weigert, gesegnetes Wasser zu trinken, weil er unter einer Ursache leidet (psychisch Kranke reagieren normalerweise nicht), dann geben wir etwas gesegnetes Wasser ins Essen oder ins Getränk dieser Person.
Der Heilige Pater Paisios gab einem Kind, das von einem Dämon geplagt wurde und sich weigerte, Agiasmos zu trinken, Süßigkeiten, um es durstig zu machen, und gab ihm dann Wasser zu trinken, in das er auch Agiasmos gemischt hatte.
Als das Kind es getrunken hatte, schrie: „Dieses Wasser brennt! Was ist da drin?“
Auf diese Weise helfen wir unseren Mitmenschen, indem wir Agiasmos im Glauben richtig anwenden und uns selbst und andere damit segnen.
Vor allem, wenn wir es zur Gewohnheit machen, jeden Tag, zusammen mit unserem Morgengebet (das Anfangsgebet dauert nur 2 Minuten), ein wenig gesegnetes Wasser zu trinken (vor unserem Kaffee!).
Da nur reines Wasser die Gnade empfängt und Agiasmos wird, sollten wir auf die Reinheit unseres Lebens achten, damit auch wir den eigenen Segen empfangen können.
Quelle:
Buch „Heilige Handlungen unserer Kirche“ von Presbyter Georgios S. Kougioumtzoglou
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⏺️ „Kosten“ für den Agiasmos“ ⏺️
Die Orthodoxe Kirche in Deutschland wird ausschließlich durch die Spenden der Gläubigen, die Kerzen und die Münzen im Klingelbeutel finanziert.
Viele fragen, was ein Agiasmos, eine Ölweihe oder eine Taufe kostet!
Jedes Mysterium ist grundsätzlich kostenlos!!!
Aufgrund der vielen Bedürfnisse und Ausgaben, die eine Gemeinde hat, ist jede kleine oder große Spende jedoch willkommen!
Für den Agiasmos gilt also das Prinzip:
„Spende was du willst“
Einige bestehen jedoch darauf, einen konkreten Betrag zu erfahren!
Es gibt keine feste „Gebühr“!
Ein üblicher Betrag wäre 50,- €.
Dies ist jedoch nicht verbindlich oder verpflichtend!
Man kann weniger oder mehr geben, oder auch gar nichts, wenn man sich zum Beispiel in finanzieller Not befindet.
In jedem Fall geht alles, was gespendet wird, in die Kasse der Kirchengemeinde.
